Sa, 24. Oktober 18:00 Uhr

nitsch und... die Religion

Michael Fleischhacker im Gespräch mit Dompfarrer Toni Faber

© Josef Schimmer / Suzy Stöckl

„ich wollte kirchenmaler werden“, sagte Hermann Nitsch einmal über sich. Und obwohl er kein Kirchenmaler wurde, bildete das Sakrale den innersten Kern seines weltberühmten Gesamtkunstwerks, des Orgien Mysterien Theaters. Der Künstler verstand religiöse Rituale aller Kulturen als sinnliche, symbolisch verdichtete Formen, die in die Tiefe des menschlichen Seins führen. Kelche, Kreuze, Monstranzen und liturgische Farben sind für ihn keine bloßen Zitate, sondern Träger einer existenziellen Erfahrung.

Zeit seines Lebens setzte sich Hermann Nitsch intensiv mit der Religion auseinander, ohne einer Konfession anzugehören. Trotz bestehender Konflikte würdigten auch die höchsten Vertreter der katholischen Kirche das Schaffen und das Werk des Künstlers. 

Im Gespräch mit Dompfarrer Toni Faber und der Kuratorin Julia Moebus-Puck geht Michael Fleischhacker nicht nur den Verbindungen von Hermann Nitsch zur Religion auf den Grund, sondern auch der Frage, wie sich Kunst und Religion gegenseitig beeinflussen.

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